Kaufverhalten nach Corona: Offline, online oder doch beides? 

 Juni 27, 2021

33 Prozent aller Käufer suchen online und kaufen offline

Die Corona-Krise ist nicht das Ende des lokalen Handels. Aber Smartphone und Online-Shopping sind mittlerweile feste Bestandteile des Kaufprozesses. In einer aktuellen Studie des Unternehmens Uberall wurden Konsumenten im April 2021 zu ihrem Kaufverhalten befragt. Das Ergebnis zeigt trotz des Booms im Online-Shopping während der Lockdowns, dass das lokale Einkaufen weiterhin wichtig für die Kunden ist. 

Den Umfrageergebnissen zufolge würden 33 Prozent zuerst online nach einem Produkt recherchieren, um es dann im lokalen Handel ganz klassisch offline zu kaufen. Auch nach Corona wollen 38 Prozent der Kunden weiterhin im stationären Handel kaufen, 21 Prozent der Befragten würden hingegen das Online-Shopping bevorzugen.

Handy ist beim Offline-Shopping immer dabei

Beim Blick auf die Googlesuchanfragen zeigt sich, wie Kunden das Handy während des Entscheidungs- und Kaufprozesses nutzen. 77 Prozent nutzen Google bzw. Google Maps vor dem Einkauf. Folgt man den Umfrageergebnissen informieren sich die Kunden vor dem stationären Kauf online über den Preis (70 Prozent), die Distanz des Unternehmens zum eigenen Standort (49 Prozent), die Öffnungszeiten (41 Prozent) und über Kundebewertungen und Rezensionen (27 Prozent). Die Internetpräsenz eines Unternehmens wird auch genutzt, um eine direkte Kommunikation zu starten. Hier helfen Features wie die Chat-Funktion von Google MyBusiness bei der Beeinflussung der Kaufentscheidung zugunsten des eigenen Geschäfts.

Hybrides Kaufangebot wird der Gewinner sein

Dass Kunden online recherchieren und online kaufen ist laut der vorliegenden Umfrage nur ein kleiner teil des gesamten Marktes (18 Prozent). Die Zukunft des Shoppings liegt in der Verbindung aus Online und Offline. „Konsument:innen schätzen es, wenn sie online erworbene Ware im Offline-Shop zurückgeben können. Der E-Commerce hat zwar in den vergangenen Monaten einen regelrechten Boom erlebt, dennoch möchten Käufer:innen nicht auf lokale Geschäfte verzichten. Einzelhändler, die ihren Kund:innen zukünftig ein überzeugendes, hybrides Einkaufserlebnis ermöglichen, werden als Gewinner in die nächste Entwicklungsphase des Handels einziehen” prognostiziert Greg Sterling, VP Market Insights bei Uberall. 

Das Kaufverhalten befindet sich noch im Wandel

Betrachtet man die Ergebnisse der Studie, lässt sich eine wichtige Erkenntnis gewinnen: Das Kaufverhalten wird mittlerweile stark von neuen Möglichkeiten des Smartphones beeinflusst und wandelt sich noch immer stark. Mit jeder neuen Technik und jedem neuen Feature kann das Kaufverhalten massiv verändert werden. Schon jetzt bevorzugen viele Menschen einen hybriden Kauf, der die Vorteile und Transparenz des Internets mit dem Charme und der besseren Beurteilung vor Ort verknüpft.

Doch immer noch ändert sich viel im B2C-Geschäft: "Features wie Google MyBusiness und mobil optimierte Seiten ergänzen das Kauf-Erlebnis schon heute. Da darf man allerdings nicht den Trugschluss aufkommen lassen, dass man mit einer mobilen Website und einem Google-Eintrag optimal positioniert ist", fasst Benedikt Wolter, Marketing-Berater bei Marketing Mittelrhein zusammen. "Ganz im Gegenteil: Viele Trends sind erst noch im Kommen. Sprachassistenten wie Alexa oder Google Home werden unser Kaufverhalten noch stark beeinflussen", sagt Benedikt Wolter.

Das Smartphone ist also längst im Offline-Handel angekommen. Doch auch heute gilt: Wer sich auf den Wandel vorbereitet, flexibel bleibt und Trends erkennt und für sich nutzt, muss keine Angst vor dem "aussterbenden Handel" haben. 

[Quelle: https://www.vdav.de/presseinformationen Veröffentlichung vom 08.06.21, Bild: unsplash.com]

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